Die musikalische Komponente

Unterschiedliche Sinneswahrnehmungen finden sich auch in etlichen im Alltag gebräuchlichen Sprachmetaphern. Ebenso werden oft dieselben sprachliche Begriffe zur Beschreibung und Analyse unterschiedlicher Sinnesreize verwendet. Das beginnt schon mit dem Begriff der Komposition, der für bildliche Darstellungen und musikalische Werke, aber auch für Duftkreationen und Speisen verwendet wird. 

Intervall, Akkord, Ton, Note, Rhythmus, Komposition, Konsonanz, Dissonanz, Motiv, Kanon, … usw. sind nur einige Beispiele für Begriffe, die sowohl in der Musik wie auch in der Bildenden Kunst angewendet werden und mittlerweile auch Eingang in die Welt des Geruchs und des Geschmacks gefunden haben. Sichtbare Praxis sind bildliche Darstellungen, bei denen Töne, Düfte oder Geschmäcker mit Farben verglichen und dargestellt werden.

Bernard Embachers sowohl praktisches wie auch theoretisches Interesse an der Musik hat ihn, der selbst in der experimentellen Formation „free music st. johann“ (http://www.muku.at/) Klarinette spielt, dazu veranlasst Gemälde auch zu konkreten musikalischen Werken zu malen. Auf das Bild „Abgrund der Vögel“, dass eine quasi synästhetische Komposition zum „Quartett für das Ende der Zeit“ von Olivier Messiaen ist wurde der Klarinettist Christoph Zimper aufmerksam. Er ist Professor für Klarinette und das Gemälde befindet sich mittlerweile an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, an der Zimper unterrichtet.

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